XL - TAXISCHULE - MOABIT


Ausbildung, Prüfung und Berufseinstieg

Wer sich für den Beruf des Taxifahrers entscheidet, muss zunächst verschiedene Voraussetzungen erfüllen und eine Ortskundeprüfung ablegen. Wenn die bestanden ist, wird die „Fahrerlaubnis zur Fahrgast-beförderung (FzF)“ ausgehändigt, wie der Taxischein oder P-Schein (für „Personenbeförderungsschein“) offiziell heißt.


Persönliche Voraussetzungen

Vor der Antragstellung sollte jeder Bewerber überprüfen, ob er die folgenden Nachweise erbringen oder zeitnah nachreichen kann:

  • Gültiger Personalausweis bzw. Pass mit Meldebescheinigung
  • Zwei Jahre im Besitz des EU-Führerscheins Klasse B (ehemals Klasse 3)
  • Mindestalter: 21 Jahre (bei Aushändigung des P-Scheins)
  • Max. 3 Punkte in Flensburg (Punkteabbau ist aber möglich)
  • Polizeiliches Führungszeugnis Belegart „O“
  • Amtsärztliche Untersuchung mit u. a. Reaktionstest, Untersuchung auf Seh- und Farbunterscheidungsvermögen, auf Blendfreiheit und Nachtsichttauglichkeit, auf Diabetes und der Herz-Kreislauffunktionen. Das Ergebnis der Untersuchung muss bei Antragstellung vorliegen.

 

Den Nachweis der Ortskenntnisse für Taxen, Mietwagen und Krankenkraftwagen durch eine Ortskundeprüfung, die ebenfalls nachgereicht werden kann. Ausführliches hierzu weiter unten.


Die Anmeldung

Zuständig für alle amtlichen Angelegenheiten zur Erteilung eines „Führerscheins zur Fahrgastbeförderung (FzF)“ ist die Fahrerlaubnis-behörde im Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO), Zimmer 253 - 255 in der Puttkamer Straße 16 - 18 in 10958 in Berlin-Kreuzberg. Der Antrag kann allerdings auch beim zuständigen Bürgeramt gestellt werden. Da nur dort das erforderliche Führungs-zeugnis ausgestellt wird, empfiehlt sich also das Bürgeramt, um sich einen Weg zu ersparen. Noch einfacher wird es, wenn Sie beim zuständigen Bürgeramt einen Termin vereinbaren.

Die Bearbeitung des Antrags dauert nach Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen etwa 6 - 8 Wochen; anschließend geht ein Bescheid zu. Ab dann ist die Anmeldung ein Jahr lang gültig. Wer für das Bestehen der Ortskundeprüfung und das Einreichen noch fehlender Unterlagen länger braucht, muss einen neuen Antrag stellen.


Die Prüfungen

Die Prüfungen werden bei den Technischen Prüfstellen von DEKRA e. V. Dresden und des TÜV Rheinland Berlin

Brandenburg Pfalz e. V. durchgeführt, nur bei diesen Prüfstellen und nur gegen persönliche Vorlage des Personalausweises und gegen Entrichtung der Prüfungsgebühr in bar werden Prüfungstermine vergeben.

 

Dekra e. V. Dresden

 

Kurt-Schumacher-Damm 28, 13405 Berlin         Mo - Do   13:00 - 18:00 Uhr
                                                                              Fr  
          07:30 - 16:00 Uhr

Ullsteinstraße 86-94, 12109 Berlin                     Mo - Do   13:00 - 18:00 Uhr
                                                                              Fr            07:30 - 16:00 Uhr

Ferdinand-Schultze-Straße 65, 13055 Berlin     Mo - Do   13:00 - 18:00 Uhr
                                                                              Fr            07:30 - 16:00 Uhr

 

TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e. V.

Alboinstraße 56, 12103 Berlin                             Mo - Do  14:00 - 18:00 Uhr
                                                                               Fr  
            08:00 - 14:00 Uhr
Pichelswerderstraße 9, 13597 Berlin                  Mo - Do  14:00 - 17:00 Uhr
                                                                               Fr          08:00 - 16:00 Uhr
Allee der Kosmonauten 39, 12681 Berlin            Mo - Mi   14:00 - 17:00 Uhr
                                                                              Do          14:00 - 19:00 Uhr
                                                                              Fr           08:00 - 14:00 Uhr

 

Nach gründlicher Vorbereitung durch eine Taxischule kommt der Zeitpunkt, an dem Prüflinge und Ausbilder übereinstimmend die Prüfungsreife feststellen und die Anmeldung beim turnusmäßig zuständigen Verband ansteht.

Die Ortskundeprüfung ist eine rein theoretische Prüfung, einen praktischen Teil, wie etwa bei der Führerscheinprüfung, gibt es nicht. Aber auch die beiden theoretischen Teile, nämlich die schriftliche und die mündliche Prüfung, haben es in sich und erfordern eine intensive Vorbereitung. Zwar gibt es keine verbindlichen Ausbildungsvorschriften, jedoch ist die Prüfung ohne fachkundige Betreuung kaum zu bestehen und deshalb der Besuch einer kompetenten Taxischule dringend anzuraten.

Zunächst ist die schriftliche Prüfung abzulegen, nach deren Bestehen man zum mündlichen Teil zugelassen wird. Beide Teile dürfen beliebig oft wiederholt werden, allerdings muss für jede Wiederholungsprüfung die Gebühr erneut entrichtet werden.


Die schriftliche Prüfung

Es wird ein Fragebogen mit 50 Fragen vorgelegt, von denen mindestens 45 richtig zu beantworten sind. Weil diese Fragen aus dem so genannten Ortskundekatalog entnommen sind, besteht dieser Teil der Prüfung aus genau festgelegten Inhalten und ist gut berechenbar.

Gefragt wird nach:

 

  • der Lage von Bezirken, Ortsteilen und Siedlungen (von 118 möglichen)
  • den Begrenzungen von Straßen (von 475 möglichen)

  • abgehenden Straßen von Plätzen (von 73 möglichen) und

  • der Lage von Objekten (Hotels, Behörden, Sehenswürdigkeiten etc., 434 mögliche).

    Der Ortskundekatalog ist bei uns, aber auch im Buchhandel erhältlich.


Die mündliche Prüfung

Nach Bestehen der schriftlichen Prüfung wird man zur mündlichen Prüfung vorgelassen, und ganz sicher liegt hier nun die höchste Hürde auf dem Weg zum P-Schein. Es geht darum, mündlich und ohne Hilfsmittel zwei so genannte Zielfahrten zur Zufriedenheit der Prüfer zu beantworten. Eine Zielfahrt ist die Benennung des kürzesten Wegs von A nach B unter Angabe aller zu befahrenen Straßen und der wichtigsten Plätze unter Angabe der Fahrtrichtung (links, rechts, geradeaus). Zwar werden Abfahrts- und Zielort aus dem Ortkundekatalog gewählt, trotzdem ergibt sich dadurch eine immer noch riesige Anzahl möglicher Kombinationen. Deshalb gibt es immer noch eine Tour, die so noch nie vorgekommen ist, so dass nur eine möglichst gründliche Vorbereitung, niemals aber eine absolute Sicherheit möglich ist. Spätestens hier zeigt sich die Qualität einer Taxischule, in der die sichere Präsentation der Zielfahrten geübt wird.

Ist eine von beiden Zielfahrten falsch aufgesagt, gibt es eine dritte. Sind die Antworten nicht völlig falsch, jedoch auch nicht vollständig richtig, können die Prüfer nach Ermessen Zusatzfragen stellen, wie etwa nach den Seitenstraßen des Kurfürstendamms oder den genauen An- und Abfahrten bestimmter Objekte, wie etwa des Messegeländes oder der Flughäfen. Welche Zusatzfragen das sein können, wissen wir und können deshalb darauf vorbereiten.


Der Unterricht

Wir führen unseren Unterricht mit hauseigenen, ständig aktualisierten Unterlagen durch und orientieren uns dabei am jeweils gültigen, amtlichen Ortskundekatalog.

In einer ersten Phase wird die Stadt in einzelne Standardstrecken eingeteilt - das sind immer wiederkehrende Routen ohne festen Start- und Zielpunkt, beispielsweise eine Verbindung vom Südwesten der Stadt über die Bundesstraße B 1 in die Innenstadt.

Anschließend werden diese Standardstrecken durch Ergänzung um konkrete Objekte zu „Zielfahrten“ erweitert.

Durch Wiederholung zahlreicher Prüfungsfragen vergangener Jahre, durch ständige Simulation von Prüfungssituationen und unter Beachtung zahlreicher Besonderheiten, die im Alltagsverkehr scheinbar nicht von Bedeutung sind, wird die für die Prüfung erforderliche Sicherheit gewonnen.

Nebenher wird auf die schriftliche Prüfung hingearbeitet, d. h. es werden Bezirke, Stadtteile, Siedlungen, Straßen, Plätze und Objekte behandelt. Ein großer Teil dieser Arbeit liegt beim Auszubildenden selbst und nimmt etwa vier Wochen in Anspruch. Wird eine entsprechende Reife festgestellt, kann der schriftliche Prüfungsteil bereits absolviert werden. Bei Bestehen bleibt das Ergebnis ein Jahr lang gültig.

Bitte seien Sie sich darüber im Klaren, dass die Ortskundeprüfung ohne professionelle Betreuung durch eine Taxischule kaum, ohne erheblichen eigenen Lernaufwand überhaupt nicht zu schaffen ist. Ganz sicher aber reicht ein Ferienkurs nicht zur Vorbereitung aus, und die Qualität der Ausbildungsstätten ist sehr unterschiedlich. Wir empfehlen Ihnen, sich einem zertifizierten Bildungsträger wie dem unseren anzuvertrauen.

Erfahrungsgemäß bieten wir eine Vorbereitung im Umfang von 700 Unterrichtsstunden an, verteilt auf einen Zeitraum von sechs Monaten bei individuellem Einstieg. Aber natürlich gibt es Kandidaten, die schneller durch den Stoff kommen - über die Prüfungsreife beraten wir gemeinsam mit den Auszubildenden.


Die Unterrichtszeiten

  • Montag:           19:00 Uhr - 21:30 Uhr
  • Donnerstag:     19:00 Uhr - 21:30 Uhr

Die Kosten

Die Gesamtkosten, die für die komplette Ausbildung entstehen, setzen sich aus Gebühren für die Anmeldung, die Prüfung, die amtsärztliche Untersuchung und schließlich für die Schulung zusammen.

Aufgeschlüsselt betragen die einzelnen Posten:

  

Anmeldegebühren beim LABO oder beim Bürgeramt

€   42,60

Gebühren für das Führungszeugnis

€   13,00

Amtsärztliches Zeugnis ca.

€ 115,00

Prüfungsgebühr (für die erste und jede weitere Prüfung)

€   55,00

 

Zum Fahren eines Funktaxis ist außerdem ein Funkschein erforderlich. Dieser kann bei einem der verschiedenen Taxifunkbetreiber erworben werden und ist dann für alle Funknetze gültig. An eine etwa vierstündige Einweisung schließt sich eine Prüfung an, die Gebühren hierfür betragen

  

für den Grundschein mit Sprechfunk

€ 25,00

für den Datenfunk (ca. zwei Stunden)

€ 10,00

 

Es sei noch darauf hingewiesen, dass der P-Schein nach 5 Jahren verlängert werden muss.

 

Die Gebühren dafür betragen

€ 38,00

Die erforderliche ärztliche Untersuchung dazu kostet ca.

 € 48,00

 

Und selbstverständlich laden wir Sie zu einem kostenlosen Probeunterricht zum Kennenlernen ein.


Kontakt und Anfahrt

Tel.: +49 (0)157 - 76 20 67 20  oder  +49 (0)176 - 80 65 50 81

 

Fax: +49 (0)30 - 547 79 588

  

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